Gedanken zu Software-Start-ups und europäischen Patenten

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Als Frankfurter besuche ich sehr gerne den FAZ-Kongress (er heißt „Zwischen den Zeilen“), der hier jährlich im Kongresszentrum an der Frankfurter Messe stattfindet.

Auch in diesem Jahr war vieles bemerkenswert. Als Patentanwalt, der sich um den Schutz von Software kümmert, ist mir eine Anmerkung vom SAP-Vorstandsvorsitzenden Christian Klein besonders aufgefallen:

SAP richte gerade für Deutschland eine nationale Cloud-Lösung für Regierung und Behörden ein. Das gleiche für Frankreich, dann auch für Italien, und so weiter. SAP könne es sich durchaus leisten, in dieser Art parallel Lösungen für verschiedene Staaten anzubieten. Anders sehe es jedoch für den Mittelstand und besonders für Start-ups aus. Ein großer Heimatmarkt wie die USA sei ein erheblicher strategischer Vorteil.

Immerhin haben wir im Patentbereich keine Kleinstaaterei mehr, sondern europäische Patente, die einen Wirtschaftsraum mit ungefähr 500 Millionen Konsumenten abdecken, also einen Wirtschaftsraum, der größer ist als die USA. Das bietet enorme Chancen für Start-ups auch im Softwarebereich, die ihre Innovationen schnell auf einem breiten Markt schützen und vertreiben wollen.